Jean Bagnol

 

Die Autoren

Jean Bagnol ist das gemeinsame Pseudonym des Schriftsteller-Ehepaares Nina George und Jo Kramer.

Die Bestseller-Autorin und Polit-Aktivistin Nina George („Das Lavendelzimmer“, New-York-Times-Bestseller, übersetzt in 30 Sprachen) und der Ex-Pilot, Reporter, Ethnologe und Schriftsteller Jo Kramer sind seit 2006 verheiratet, leben in Berlin und der Bretagne, schreiben unter sieben Namen und Pseudonymen, und veröffentlichten bisher insgesamt 29 Solo-Werke (Romane, Sachbücher, Thriller, historische Romane).
Mit "Commissaire Mazan und die Erben des Marquis“ erschien zur Buchmesse 2013 der erste gemeinsame Jean-Bagnol-Provencethriller des Schriftsteller-Ehepaares Nina George und Jo Kramer, der zweite Band „Commissaire Mazan und der blinde Engel“ folgt am 1.7. 2015.
Sie wären beide gerne als Katzen auf die Welt gekommen, müssen sich aber damit begnügen, die Samtpfoten zu erforschen und erstmals über sie zu schreiben. Als Provence-Liebhaber und Spannungsautoren kam ihnen die erste Idee zu "Commissaire Mazan und die Erben des Marquis", als sie im Château de Mazan im Vaucluse ihren zukünftigen Helden auf leisen Pfoten (und mit unwiderstehlicher Eleganz) eine Thunfischpastete stehlen sahen. Die Idee für Band 2 – das Geheimnis um einen blinden Maler – trug Jean Bagnol „der Ältere“ schon ein paar Jahre mit sich herum. Dafür hat Jean Bagnol "die Jüngere" Band 3 bereits mit einer fulminanten Auftaktszene begonnen anzuschreiben … der voraussichtlich dann im Herbst 2016 erscheint.
Mehr über Jens "Jo" Kramer: www.jensjohanneskramer.de.
Mehr über Nina George: www.ninageorge.de.



Romane

 


Jean Bagnol

 

 

 

 

 

 

Jean Bagnol

Jean Bagnol

 

 

 

 

 

 

Jean Bagnol

Commissaire Mazan
und die Spur des Korsen

Am 3. April 2017 erscheint der dritte Band der Jean-Bagnol-Reihe.

Mit „Commissaire Mazan und die Spur des Korsen“ schrieben die Bestseller-Autorin Nina George („Das Lavendelzimmer“) und der Ethnologe, Ex-Pilot und Schriftsteller Jens „Jo“ Kramer unter ihrem gemeinsamen Pseudonym Jean Bagnol einen ungewöhnlichen Mafia-Krimi. Ihre Provence-Krimi-Reihe um die Marseiller Polizistin Zadira und den schwarzen Katzen-Ermittler Commissaire Mazan verwebt provenzalisches savoir-vivre mit modernen Katzen-Krimi und rasantem, düsteren Realo-Thriller zu einem atmosphärisch dichten Frankreich-Roman.
Bereits die vorangehenden Bände der Reihe (Band 1: Commissaire Mazan und die Erben des Marquis; Band 2: Commissaire Mazan und der blinde Engel) wurden zu heimlichen Lieblingen der Presse, Blogs und der Leser und Leserinnen. Die Frankreich-Kenner George und Kramer bilden in ihren Jean-Bagnol-Krimis keine schöngefärbte Idylle ab, sondern beschreiben authentisch die provenzalische Mentalität, und behandeln aktuelle und politische Themen wie Korruption, Rassismus und die Schattenseiten der Globalisierung. Psychologisch genau durchleuchten sie die Zerstörungskraft menschlicher Leidenschaften, und lassen immer wieder ihre Katzen-Charaktere einen entlarvend-komischen Blick auf die Schrullen und Abgründe der Zweibeiner werfen.
In Band 3, „Commissaire Mazan und die Spur des Korsen“, überlebt die Ermittlerin Zadira Matéo schwer verletzt einen Mord-Anschlag. In einer abgelegenen Trüffel-Farm versteckt sie sich vor korrupten Polizisten und der Marseiller Mafia, begleitet von ihrem Kater, Commissaire Mazan. Gleichzeitig versucht Zadiras Geliebter, der Tierarzt Jules, in Marseille den Korsen zu finden, jenen gefürchteten Auftragsmörder, der Zadira ins Visier genommen hat. Doch wer hat den Korsen beauftragt: Die Mafia, die Polizei – oder sogar ein Vertrauter Feind aus Zadiras Vergangenheit?

384 S., ISBN: 978-3-426-51654-6, 14,99 €(Klappenbroschur), E-Book 12,99 €.

„Eine Meisterleistung aus düsterer und gleichzeitig faszinierender Krimikost. Erschreckt und erhellt. Packend, erdig, dreckig, echt.“

Krimi-Forum net über die Jean-Bagnol-Krimis.

 

Commissaire Mazan
und der blinde Engel

2. Mai 2017: Commissaire Mazan und der blinde Engel: Band II der Provence-Krimireihe um Lieutenant Zadira Matéo und Commissaire Mazan als Taschenbuch – und im neuen Gewand!

Wie schon im Auftaktband, „Commissaire Mazan und die Erben des Marquis“ wendet sich auch „Commissaire Mazan und der blinde Engel“ an Katzen-Liebhaber und Fans von Frankreich-Krimis, kombiniert realitätnahe Detektiv-Arbeit mit der ungewöhnlichen Perspektive aus Katzen-Sicht. Erneut schickt das Autoren-Ehepaar George/Kramer sein einmaliges Ermittler-Duo, die Marseiller Polizistin Zadira Matéo und den cleveren Katzen-Ermittler, Commissaire Mazan, auf die Spuren eines verstörenden Verbrechens. Und auch dieser zweite Band der außergewöhnlichen Provence-Krimi-Reihe „… riecht nach schwarzen Trüffeln, nach Thymian und Lavendel“, wie der NDR über Band 1 der Reihe urteilte. „Commissaire Mazan und der blinde Engel“ spielt kurz vor der Weinlese, im goldenen September der Provence. Die von Liebeswirren gestresste Ermittlerin Zadira wird um Amtshilfe gebeten. Eine bizarre Pariser Mordserie scheint mit den hoch gehandelten Bildern des gerade in die Provence übergesiedelten Malers Etienne Idka zusammenzuhängen. Commissaire Mazan, der Katzenermittler, könnte Zadira helfen. Denn er kennt den „blinden Engel“ an Idkas Seite, der das Geheimnis um die rätselhaften Bildermorde entschlüsseln kann.

432 S., ISBN: 978-3-426-52054-3, Tb: 9,99 €

"Eine lebensnahe Geschichte, in der es nicht so leicht fällt, Gut und Böse zu unterscheiden. Besonders originell sind die Kapitel, die aus der Sichtweise des Katers geschrieben sind. [...] Auffällig sind die liebevollen und präzisen Formulierungen des Autorenduos. Leichtfüßigkeit mischt sich mit poetischen Bildern und Passagen, in denen die Spannung heftig in die Höhe getrieben wird. Ein ungewöhnlicher, enorm reizvoller Krimi über die Katzen und die Kunst."

Stefan Keim, WDR 4, 08.11.2016

„Ich habe das wahrscheinlich tödlichste Bilderrätsel der Welt aufzuklären. Ich weiß nicht, wie viel Zeit mir bleibt, um die nächsten von möglicherweise zwölf Morden zu verhindern. Es könnte aber auch alles ein Bluff sein. Das wissen wir erst, wenn es einen dritten Mord gegeben hat, den ich aber unter allen Umständen verhindern will.“

Etienne Idka – der Jahrhundertkünstler zieht nach Mazan! Ein blinder Maler, dessen Bilderzyklen von Jahr zu Jahr grausamer werden. Bilder, von denen niemand weiß, wie er sie erschafft, Bilder, die verstören, aufwühlen – und irgendjemanden zu bizarren Morden anzustacheln scheinen. Der ehrgeizige Pariser Kriminalpsychologe Arnaud Paoli bittet Lieutenant Zadira Matéo um Hilfe. Daher muss ihr Partner, der Gemeindepolizist Lucien Brell, auf eigene Faust in einem Fall von Wilderei ermitteln – und deckt dabei ein Schwarzmarktgeschäft auf, bei dem es um Millionen geht, ein Geschäft, für das mancher bereit ist zu töten.

Commissaire Mazan, vierbeiniger Gefährte Zadiras und von der Katzenwelt des Dorfes inzwischen akzeptierter „Leitkater“, ist in Sorge: seine Freundin Manon und ihr Nachwuchs ist verschwunden! Doch wohin?

Camille, die weiße blinde Katze des Malers kann Teile der Zukunft erträumen, sie weiß, was Manon droht. Über Camille, den „ blinden Engel“, erhält Mazan Einblick in die verstörende Beziehung des Malers Idka und seiner Assistentin. Manons Spur führt ihn letztlich in die tödliche Welt der verbotenen, perversen Delikatessen.

Ausgaben:

Quality Paperback, Knaur TB 
01.07.2015, 432 Seiten, 14,99 €
ISBN: 978-3-426-51653-9
www.droemer-knaur.de
www.buchhandel.de

E-Book, Knaur eBook 
25.06.2015, 432 Seiten, 12,99 €
ISBN: 978-3-426-42795-8
www.droemer-knaur.de
www.buchhandel.de

Hörbuch (Audio, ungekürzt, mp4, 2 CD)
1.07.2015, audio media verlag GmbH, 19,99 Euro
Sprecherin: Hemma Michel
ISBN-10: 3956390180
ISBN-13: 978-3956390180
www.buchhandel.de

Commissaire Mazan
und die Erben des Marquis

„Dieser Krimi riecht nach schwarzen Trüffeln, nach Thymian und Lavendel.“ NDR

Nach einer Liaison mit ihrem Chef wird die Polizistin Zadira in das kleine Weindorf Mazan in der Provence abgeschoben. Wütend begegnet sie jedem mit Misstrauen, nur einen herrenlosen schwarzen Kater schließt Zadira ins Herz. Als die Leiche einer jungen Frau auftaucht, wird der Streuner zu Zadiras Partner, zu »Commissaire Mazan«.

Denn er kann dorthin, wo Zadira keinen Zutritt hat, und sieht, was geheim bleiben soll – vor allem die Geheimnisse der „Erben es Marquis de Sade“, die verstörende erotische Rituale in einem verlassenen Manoir abhalten … 


Erst schlief sie wieder besseren Wissens mit ihrem Chef, dann deckte sie die Drogen-Geschäfte ihrer Kollegen auf, und wurde als Dankeschön ins provenzalische Exil verbannt: Die halbalgerische Drogenfahnderin Zadira Matéo ist nicht sonderlich gut gelaunt, als sie von Marseilles Hafenquartieren in das Vaucluser Winzerdorf Mazan abgeschoben wird.
 Als sich dort der vierte Frauenmord in drei Jahren ereignet, glaubt nur Lieutenant Zadira Matéo an eine Serie – aber wer ist der Täter? Die einflussreichen „Erben des Marquis“, wie sich die vier Pariser aus der bon chic, bon genre-Gesellschaft nennen, die sich in Mazan zu erotischen Spielen im Namen von de Sade treffen? Oder der verliebte junge Koch? Oder jemand ganz anderer, der im Rausch tötet, aus Gründen, die tief in der Vergangenheit der „Erben“ und im de Sade’schen Schloss Lacoste begraben liegen?

Nur der herrenlose schwarze Kater, den Zadira Matéo »Commissaire Mazan« nennt, jagt wie die Drogenermittlerin den unbekannten Frauenmörder. Denn dieser tötet auch Katzen, auf sadistische Weise, und jetzt hatte er direkt in der idyllischen Altstadt von Mazan zugeschlagen …

  Commissaire Mazan kann dorthin, wo Zadira keinen Zutritt hat. Er sieht, was geheim bleiben soll. Er hört, was niemand wissen darf.  Zusammen ermitteln sie auf leisen Pfoten und mit heißer Wut, ein Team, das es eigentlich nicht geben kann – und doch gemeinsam besser ist als allein.

Commissaire Mazan und die Erben des Marquis:
Der französische Klassenkampf zwischen guter Gesellschaft, Migranten und korrupter Polizei.  Erotische Abgründe und sadistische Mordlust. Guter Wein, Trüffel und seidenweiches Schnurren:  Dieser Thriller hat von allem einen charmanten Tick zu viel.

BONUS: Tagebuch eines Romans
Jean Bagnol ist das Pseudonym des Schriftsteller-Ehepaares Nina George und Jens "Jo" Kramer. Sie wären beide gerne als Katzen auf die Welt gekommen, müssen sich aber damit begnügen, die Samtpfoten zu erforschen und erstmals über sie zu schreiben.Zum Tagebuch
Als Provence-Liebhaber und Spannungsautoren kam ihnen die erste Idee zu "Commissaire Mazan und die Erben des Marquis", als sie im Château de Mazan im Vaucluse ihren zukünftigen Helden auf leisen Pfoten (und mit unwiderstehlicher Eleganz) eine Thunfischpastete stehlen sahen…

Ausgaben:

Taschenbuch, Knaur TB 
01.10.2014, 432 Seiten, 9,99 Euro
ISBN: 978-3-426-51423-8
www.droemer-knaur.de
www.buchhandel.de

E-Book, Knaur eBook 
26.09.2013, 432 Seiten, 4,99 Euro
ISBN: 978-3-426-42074-4
www.droemer-knaur.de
www.buchhandel.de
Jean Bagnol

Ein Mordanschlag eines gefürchteten Auftragsmörders auf Ermittlerin Zadira Matéo.
Wer hat den Korsen beauftragt: Die Mafia, die Polizei – oder sogar ein Vertrauter Feind aus Zadiras Vergangenheit?

Commissaire Mazan und die Spur des Korsen

 

Knaur TB 
Knaur eBook 

 

Commissaire Mazan und die Spur des Korsen
Erscheinungsdatum: 3. April 2017


In Band 3, „Commissaire Mazan und die Spur des Korsen“, überlebt die Ermittlerin Zadira Matéo schwer verletzt einen Mord-Anschlag. In einer abgelegenen Trüffel-Farm versteckt sie sich vor korrupten Polizisten und der Marseiller Mafia, begleitet von ihrem Kater, Commissaire Mazan. Gleichzeitig versucht Zadiras Geliebter, der Tierarzt Jules, in Marseille den Korsen zu finden, jenen gefürchteten Auftragsmörder, der Zadira ins Visier genommen hat.

 

 

Jean Bagnol

Der französische Klassenkampf zwischen guter Gesellschaft, Migranten und korrupter Polizei.  Erotische Abgründe und sadistische Mordlust. Guter Wein, Trüffel und seidenweiches Schnurren.

Commissaire Mazan und die Erben des Marquis

 

Knaur TB 
Knaur eBook 
Jean Bagnol

Der tödliche Duft der Provence. Ein goldener September kurz vor der Weinlese in Mazan. Ein Maler, Liebeswirren, eine bizarre Pariser Mordserie und das Geheimnis um rätselhafte Bildermorde.

Commissaire Mazan und der blinde Engel

 

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Knaur eBook 
Knaur Hörbuch 

LESEPROBE "Commissaire Mazan und die Spur des Korsen"



  • Jean Bagnol

    Commissaire Mazan und die Spur des Korsen

    Kriminalroman


    Wie vertraut sich seine Hand in meiner anfühlt, dachte Zadira Matéo. Als hätte sie den Druck seiner Finger schon ein halbes Leben gespürt, aber erst mit Jules den Mann zu dieser Hand gefunden.

    In Mazan. Ausgerechnet. Nach fünf Monaten Hin- und Her, ich mag dich nicht, ich dich aber sehr, ich will dich, ich dich nicht mehr. Zadira lächelte, während sie und Jules Hand in Hand durch das fünfhundert Jahre alte Stadtportal, die Porte de Mormoiron, aus Mazans Altstadt traten. Sie trug noch immer das rote Kleid, in dem sie mit ihm unter den Sternen getanzt hatte. Sie fühlte sich lebendig, ihre Haut war auf diese einzigartige Weise wohlig wund, wie sie sich nur nach sehr langen, sehr reuelosen Liebesspielen anfühlte.
    „Was?“, fragte Jules Parceval auf einmal zärtlich. „Was schaust du mich so an?“
    „Tue ich das?“
    Er lächelte.
    „Ja. Könntest du bitte nie damit aufhören?“


    Sie hatte Lust, ihn statt einer Antwort zu küssen. Spätestens morgen, Montag, ab acht Uhr, wäre sie wieder eine andere: Lieutenant Matéo, die Polizistin, ehemalige Drogenfahnderin, Kriminalbeamtin der Police National.
    Aber jetzt nicht. Jetzt noch nicht.

    Sie überquerten Mazans Avenue de L’Europe, die wie ein Schutzring um die innere Altstadt lag, um zur Boulangerie Banette in dem rot getünschten, schmalen Haus auf der anderen Straßenseite zu gelangen.

    Elise, die Verkäuferin begrüßte sie mit bedeutungsvoll fragendem Blick, und warf ihrer Gehilfin aus Beaucet einen raschen Blick zu. Mazan würde heute zu den frischen Baguettes und Croissants einige saftig ausgeschmückte Neuigkeiten serviert bekommen, dachte Zadira.
    Oh lá lá, die neue Polizistin aus Marseille ist in einem roten Kleid gekommen! Doch, wirklich, ein Kleid, statt der ewigen Hosen und Baseballcaps!


    Und jetzt kommt’s: Sie hatte einen Mann dabei!
    Nein!
    Doch!
    Oh!
    Der Tierarzt, und sie haben zwei Brioche gekauft, ohne nur ein einziges Mal mit dem Händchenhalten aufzuhören!

    Na, sowas.
    Ja, doch – und sie ist tätowiert auf dem Rücken!
    Ach?
    Zadira lächelte bei dem Gedanken an diese sicher nicht allzu fiktiven Gespräche.
    Als sie und Jules mit den zwei duftenden Brioches wieder in das septemberlich pudrige, goldblaue Morgenlicht traten, hörte sie das charakteristische Geräusch eines aufgetunten Scooter-Rollers. Wie ein Schwarm mechanischer Hornissen, der sich rasch näherte. Aus den Augenwinkeln nahm Zadira die beiden schlanken Gestalten unter den Helmen wahr, die hintereinander auf dem Motorroller saßen.


    Jules drückte sanft ihre Finger. Wieder lächelte Zadira ihn an. Sie würde nie damit aufhören, ihn anzusehen, wenn er das tatsächlich so wünschte. Ob sie ihm das jemals würde sagen können? Dass sie für ihn alles zurück lassen würde. Alles.
    Ja. Vielleicht sollte sie es tun.
    Jetzt.
    Sie holte Luft..

    Der Scooter hielt mit laufendem Motor neben ihnen an, die getönten Visiere der Helme drehten sich ihnen zu.
    „Sind Sie Zadira Matéo?“, fragte der Fahrer.
    „Ja“, antwortete Zadira, ohne zu zögern. Ohne nachzudenken. Sie lächelte immer noch.
    Der Mann hinter dem Fahrer richtete eine Pistole auf Zadiras Herz.

    Zwei Schüsse zerfetzten die Welt.


    Capitaine Lucien Brell hörte die beiden Schüsse, kurz nachdem die schwere Tür der provisorischen Wache mit vernehmlichem Rumsen hinter ihm ins Schloss gefallen war. Es hallte jedes Mal in dem Container nach, den die Einwohner von Mazan als „Zuckerwürfel“ bezeichneten.

    Schüsse? Das konnte nicht sein. Das hier war Mazan, nicht Marseille. Eine Kleinstadt im Herzen der Provence. Hier fielen keine Schüsse auf offener Straße.

    Seine Fassungslosigkeit wurde dadurch verstärkt, dass Brell bis zu diesem Augenblick in seliger Erinnerung an den vorherigen Abend geschwelgt hatte. An das Weinfest im Château Pesquié, bei dem er zum ersten Mal seine neue Uniform als frisch ernannter Chef de Police getragen hatte. Wie ihm die Frauen bewundernd nachgeschaut hatten und sogar mit ihm hatten tanzen wollen. Mit ihm, dem dicken Lucien Brell! Und dann, ja, dann hatte er wirklich getanzt.


    Zuerst mit Natalie Le Goc, ihr zarter Körper war ihm so zerbrechlich zwischen seinen großen Händen erschienen, und anfangs fürchtete er, ihr versehentlich wehzutun. Doch die Bretonin aus Guerande hatte ihm schnell die Scheu genommen.

    Später hatte er mit Blandine Hoffmann getanzt, der Polizeireporterin des Vaucluse Matin, für die Brell schon lange eine Schwäche hegte. Und danach waren andere gekommen. Wahrscheinlich hatte Lucien an diesem Abend mehr Frauen im Arm gehalten als in seinem ganzen Leben zuvor. Kein Wunder, dass sein Gehirn sich weigerte, von zwei dummen Schüssen aus diesem Paradies vertrieben zu werden.

    Waren es wirklich Schüsse gewesen? Konnte nicht auch ein schadhafter Auspuff für das Knallen verantwortlich sein? Nein. Er wusste genau, wie Schüsse klangen. Trockene, harte Schläge, unverwechselbar. In seiner Stadt. An einem Sonntagmorgen.


    In seinem Magen knisterte es. Angst. Diffus wirbelnde Angst. All diese sich überlagernden Gedanken und Bilder hatten kaum zwei Sekunden gedauert, Brell riss sich aus seiner Erstarrung, eilte auf den Platz vor der Mairie, der menschenleer unter den Platanen lag. Noch während er vom Rathaus Richtung Avenue de l’Europe lief, klingelte das Diensttelefon an seinem Uniformgürtel. Er meldete sich, heftig atmend, aus alter Gewohnheit mit dem Dienstgrad, den er bis vorgestern innegehabt hatte: „Sergeant Brell!“

    Dabei registrierte er, wie ein heiser röhrender Scooter mit zwei Gestalten in viel zu hohem Tempo über den Kreisel am Place de l’Europe raste und stadtauswärts in Richtung Carpentras davonjagte.
    Verdammte Halbstarke.


    „Lucien!“ Elise Morand von der Boulangerie Banette an der Avenue de L’Europe, „Lucien, die Polizistin …!“ Er hörte ihre Worte. Aber er begriff sie nicht.
    Brell setzte sich in Bewegung, die Hand um das Telefon verkrallt. Er vernahm seinen eigenen keuchenden Atem, als käme der aus einer Dampfmaschine, die neben ihm lief.

    Schon sah er die Menschentraube vor Elises Boulangerie. Stimmen riefen, andere Leute eilten herbei. Autos bremsten ab, jeder dritte hatte ein Handy am Ohr. Sein eigenes klingelte wieder.
    Der notärtzliche Dienst der Feuerwehr.
    Sie würden kommen.
    So schnell sie konnten.

    Brell erreichte den Pulk vor der Boulangerie und dem roten Haus, schob energisch die Neugierigen beiseite.
    Dann sah er sie.


    Zadira lag, an den knienden Jules gelehnt, auf dem Boden, ihr Gesicht seinem zugewandt, ihre Beine zuckten unaufhörlich, ihr rotes Kleid war dunkel vom Blut, das sich links und rechts von ihrem Körper ausbreitete, ihre Hände zu Fäusten zusammengekrampft. Ihr Mund stand offen, keuchend und abgehackt ging ihr Atem.
    Brell ging Jules gegenüber in die Knie.

    „Der Notarzt ist unterwegs“, sagte er. Jules schaute nicht auf, seine Hände blieben auf Zadiras Oberkörper gedrückt, wo das Blut herausquoll, er nickte nur.
    „Wird sie …?“ Brell verstummte, er konnte es nicht fragen, nicht einmal denken. Jetzt hob Jules den Blick. Die Verzweiflung in seinem Gesicht machte Brell krank.
    „Sie saßen auf einem Scooter“, stieß Jules gepresst hervor.
    Der Scooter!

Kurz & Gut



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Kurzgeschichten

Jean Bagnol in Anthologien

„Dreimal schwarzer Kater (Song: Je t’aime – moi non plus)“
in „Killing you softly: Die besten Rock- und Popmorde“ (Hrsg. Peter Godazgar)
KBV Verlag, 978-3954413546, 15.März 2017
Bestellen: www.kbv-verlag.de

„Minou und die Schokoladenbande“
in „Sommerfunkeln“ (Hrsg. Gabriela Engelmann)
Taschenbuch, Knaur TB , 978-3-426-51846-5, 3. April 2017
Bestellen: www.droemer-knaur.de
Rezension von Susanne Edelmann: www.susanne-edelmann.de

„Georgie muss sterben“
in „Mit Schirm, Charme und Pistole“, Very britische Kriminalstories,
Kbv, Hrsg. Lirot & Schlueter, 978-3-95441-191-7, Oktober 2014
www.buchhandel.de

„Alarm im Gänsestall“
in „Stollen, Schnee und Sensemann“, Weihnachtskrimis,
Droemer Knaur, 978-3426516096, 1.10.2014
www.buchhandel.de

„Eine schöne Bescherung“
in „Süßer die Schreie nie klingen“
Knaur Verlag, (auch als SINGLE-eBook: www.droemer-knaur.de), 978-3-426-51443-6, Oktober 2013
www.buchhandel.de

„Der Heiratsschwindler oder Darf’s ein bisschen mehr sein“
in „Auf leisen Pfoten kommt der Tod“
Ars Vivendi, Hrsg. Tessa Koerber, 978-3-86923-273-0, September 2013
www.buchhandel.de

Presse

 

Jean Bagnol

Pressestimmen

"Auffällig sind die liebevollen und präzisen Formulierungen des Autorenduos. Leichtfüßigkeit mischt sich mit poetischen Bildern und Passagen, in denen die Spannung heftig in die Höhe getrieben wird. Ein ungewöhnlicher, enorm reizvoller Krimi über die Katzen und die Kunst." WDR 4 Bücher | 08.11.2016.
www.wdr.de

"Zum zweiten Mal gelingt es Nina George und Jo Kramer, einen sehr spannenden Krimi zu schreiben, der teilweise aus Katzensicht erzählt wird und trotzdem nicht künstlich oder aufgesetzt wirkt. Im Gegenteil, sowohl die menschlichen als auch die tierischen Protagonisten sind für mich so lebendig, dass ich am Liebsten immer weiter gelesen hätte, um weiter an ihrem Leben teilzuhaben. Ich kann diesen Roman deshalb nicht nur Katzenliebhabern, sondern allen Krimifans empfehlen."
www.nacht-gedanken.de

"Für alle Katzenliebhaber eine sehr liebenswerte Geschichte und auch das perfekte Geschenk, wenn Sie jemanden kennen, der eine Mieze daheim hat."
RADIO ARABELLA, 11.10.2013

"Eine Meisterleistung aus düsterer und gleichzeitig faszinierender Krimikost mit pointierten Dialogen, erotischen Szenen und atemberaubend spannender Handlung. (...) Ein Roman, den man in einem Rutsch liest - und danach am liebsten gleich nochmal. Der die Leserschaft betrübt und erheitert. Erschreckt und erhellt. Packend, erdig, dreckig, echt. Wie die Menschen und der Wein in der Gegend, in der er spielt."
KRIMI-FORUM.NET, 01.11.2013

"Spannender Thriller für Provence- und Katzenfans."
TV FÜR MICH, 11.10.2013

Spannend und originell ist die Story. Ein solider Kriminalroman, der vor allem Freunde der Samtpfoten begeistern wird. – Kathi Freidl, Soundlarge.
SOUNDLARGE, 23.01.2014

"Was das Ehepaar Nina George und Jo Kramer da als >Jean Bagnol< verfasst hat, ist ein großartiger Mix aus pointierten Dialogen, erotischen Szenen und spannender Handlung. Düster und faszinierend. Packend, erdig, dreckig und echt."
LKA-SPIEGEL, DEZEMBER 2013

"...ein Kriminalroman, der sich glücklicherweise weit vom üblichen Mainstream und vom derzeitigen Krimi-Allerlei weit abhebt."
ZAUBERSPIEGEL-ONLINE.DE, 14.11.2014

"Ein ebenso spannender wie bezaubernder Katzenkrimi des unter dem Pseudonym Jean Bagnol schreibenden Autorenpaares Nina George und Jo Kramer."
TOP-MAGAZIN DORTMUND , DEZEMBER 2014

"Dieser Krimi bietet wunderbare und spannende Unterhaltung und wenn man die letzte Seite gelesen hat, dann bleibt die Hoffnung, dass Commissaire Mazan nicht in seinem letzten Fall ermittelt. (...) Zehn Eulenpunkte für eine kriminalistische Meisterleistung."
BUECHEREULE.DE, 05.10.2013

"Dieser Krimi ist an Spannung kaum zu überbieten."
GELIEBTE KATZE, NOVEMBER 2013

"Am Ende fällt es einem wie Zadira schwer, die Provence und Mazan zu verlassen - man will mehr hören von ihr und dem Commissaire."
RCN., NOVEMBER 2013

"Dieser Krimi riecht nach schwarzen Trüffeln, nach Thymian und Lavendel. (...) Spannung pur."
NDR.DE, 23.10.2013

"Jean Bagnol, das Hamburger Autorenehepaar Nina George und Jo Kramer, hat einen ungewöhnlichen, aber auch ungewöhnlich lesenswerten Krimi zuwege gebracht. Gute Unterhaltung mit Miau und Liebe."
HELLWEGER ANZEIGER, 02.11.2013

"Aufgrund der beiden einzelgängerischen, aber sehr sympathischen und charaktervollen Protagonisten und der witzig-spannenden Handlung, die mitunter zum Schmunzeln anregt, ein Kriminalroman, der sich glücklicherweise weit vom üblichen Mainstream und vom derzeitigen Krimi-Allerlei abhebt."
ZAUBERSPIEGEL-ONLINE.DE, 11.11.2013

"Eine gelungene Mischung aus >sex and crime< - nicht nur was für Katzenfans."
HAMBURGER KLÖNSCHNACK, 01.11.2013

"Originell und spannungsreich."
BÜCHER, DEZEMBER 2013

"Das Schriftsteller-Ehepaar Nina George und Jo Kramer hat etwas Besonderes geschafft."
DIE WELT, 15.12.2013

"So spannend wie unterhaltsam."
DRESDNER MORGENPOST, 17.03.2014

"Die Abenteuer des schwarzen Streuners, der von der unangepassten Polizistin Zadira Matèo nach dem Ort der Handlung, dem Provinz-Städtchen Mazan benannt wird, ziehen möglicherweise auch Katzen-Verachter in den Bann. Denn so manche Szene des Buches lebt von den unterschiedlichen Schreiberfahrungen des Paares."
WELT ONLINE, 15.12.2013

trial

Werkstatt

Tagebuch eines Romans

 

Nichts ist schöner als die Geburt einer Idee.

Wenn – bei einem Glas Bier und Crémant etwa – Bilder entstehen, Szenerien, Charaktere, und die Gedanken Flügel bekommen.

Dann aber folgt der unromantische Teil.

Die Arbeit.

Einblicke in Recherche, Plotting, Schreiballtag und Entstehung eines Kriminalromans mit vier Händen.

 

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Jean Bagnol

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